Es gibt jetzt auch eine Facebook-Seite. Also eine so genannte "Fan-Seite". Den Ausdruck finde ich furchtbar. Ich bin ja jetzt alt, deswegen dachte ich, da muss ich sowas Zeitgemäßes machen wie eine Facebook-Seite. Naja, Facebook ist auch eher so 2009. Was wäre also zeitgemäß? Vielleicht wieder Briefe schreiben, um in diesen Zeiten der grenzenlosen Schnelllebigkeit etwas von Bestand zu schaffen. Ich habe bereits versucht zu jeder Lesung, die ich mache, Euch allen einen handgeschriebenen Brief mit allen wichtigen Infos zu schicken, aber ich wurde nie rechtzeitig fertig. Deswegen könnt Ihr jetzt einfach "Gefällt mir" klicken und wisst Bescheid. Wenn ihr ebenfalls bei Facebook seid, aber das sollen ja alle sein, habe ich in der Zeitung (print) gelesen. Bis jetzt haben das übrigens noch nicht so viele Menschen gemacht. Naja. Und einen guten Rutsch wünsche ich natürlich auch.
27. Dezember 2012
19. Dezember 2012
18. Dezember 2012
90s returned
Hier die Fotos vom tollen 90s Abend in dem schönen Kunstraum HolzKohlenKoks in Neukölln! Normalerweise werden dort nicht 90er-Texe vorgelesen, sondern formschöne Lampen feilgeboten.
.
90s,
Auftreten,
Foto
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15. Dezember 2012
Lesedüne - Playlist 10.12.2012
Die Winter-Playlist. Dieses Mal nicht mit Spotify, weil es da die Hälfte der Lieder nicht gibt...
Pantha du Prince - Schneeflieder
Sleep Party People - Our falling snow
Locas in Love - Christmas No. 1 Hit
Fleet Foxes - White Winter Hymnal
Blumfeld - Schnee
Tocotronic - Dieses Jahr
The Drums - In the cold
Sambassadeur - Ice & Snow
Chris Rea - Driving Home for Christmas
Locas in Love - Wintersachen
Kings of Convenience - Misread
Au Revoir Simone - Fallen Snow
Arcade Fire - Neighborhood #1 (Tunnels)
Jens Lekman - The cold Swedish winter
Oriel Joans - Knuckles Whiten
I Am Kloot - Sunlight hits the snow
My Bloody Valentine - Soft as snow (but warm inside)
Grizzly Bear - Sleeping Ute
Bob Dylan - Must be Santa
Fleet Foxes - Mykonos
Element of Crime - Wann kommt der Wind
Nico - Winter Song
Mazzy Star - Still cold
HIER auf Arti-Berlin gibt es übrigens ein Interview mit mir...
Pantha du Prince - Schneeflieder
Sleep Party People - Our falling snow
Locas in Love - Christmas No. 1 Hit
Fleet Foxes - White Winter Hymnal
Blumfeld - Schnee
Tocotronic - Dieses Jahr
The Drums - In the cold
Sambassadeur - Ice & Snow
Chris Rea - Driving Home for Christmas
Locas in Love - Wintersachen
Kings of Convenience - Misread
Au Revoir Simone - Fallen Snow
Arcade Fire - Neighborhood #1 (Tunnels)
Jens Lekman - The cold Swedish winter
Oriel Joans - Knuckles Whiten
I Am Kloot - Sunlight hits the snow
My Bloody Valentine - Soft as snow (but warm inside)
Grizzly Bear - Sleeping Ute
Bob Dylan - Must be Santa
Fleet Foxes - Mykonos
Element of Crime - Wann kommt der Wind
Nico - Winter Song
Mazzy Star - Still cold
HIER auf Arti-Berlin gibt es übrigens ein Interview mit mir...
6. Dezember 2012
Motto Lesung
Motto Party war gestern. Jetzt gibt's Motto Lesung. Ein Abend mit Texten zu einem Thema.
Und das Thema für die erste Motto Lesung am 14. Dezember wird sein: Die 90er Jahre. 80er sind nämlich voll 2010. Jetzt kommen die 90er. The 90s have returned.
90's-Geschichten und Song-Übersetzungen der größten Hits aus den 90ern und danach natürlich auch noch Musik und Bier. Das alles mit mir in der Neuköllner Galerie HolzKohlenKoks.
14. Dezember
Beginn: 20.30 Uhr
HolzKohlenKoks
Reuterstraße 82
Eintritt 3 €
27. November 2012
23. November 2012
20. November 2012
Bestes Zitat diese Woche
„Der größte Teil des Lebens ist so langweilig, dass es sich
nicht lohnt, darüber zu reden, und langweilig ist es in allen Lebensaltern.
Wenn wir die Zigarettenmarke wechseln, in eine neues Stadtviertel ziehen, eine
andere Zeitung abonnieren, uns ver- und entlieben, dann protestieren wir auf
oberflächliche und auch tiefe Weise gegen die nicht zu mildernde Langeweile des
alltäglichen Lebens.“
Truman Capote in
„Sommerdiebe“
18. November 2012
Berlin vs. Hamburg #2
Ein Video für alle, die verpasst haben, wie wir die Hamburger im Städtebattle in der Volksbühne an die Wand geslammt haben:
13. November 2012
Lesedüne - Playlist 12.11.2012
Das Lied hier gab's nicht bei Spotify, aber ich habe es sowohl am Ende, als auch am Anfang der Lesedüne gespielt, denn es ist sehr gut und unglaublicherweise fast 30 Jahre alt:
30. Oktober 2012
Berlin vs. Hamburg oder gleich nach Kreuzberg?
Am 5. November treten zwei Städte gegeneinander an. Das geht. Im Poetry Slam geht alles. Berlin vs. Hamburg natürlich. Und natürlich zeigen wir es den Hamburgern mal so richtig. Also kommt alle in die Volksbühne und feuert uns an!
Hier sage ich meinen Senf dazu. War übrigens nicht meine Idee. Dass ich meinen Senf dazu sage. Und dass ich vor dem Brandenburger Tor stehe. (Das war übrigens der Berliner Wind, der meine Frisur so zugerichtet hat.) Aber da es nun dieses Video gibt, will ich es meinem Blog nicht vorenthalten.
Ach, und am 6. November ist natürlich auch Kreuzberg Slam im Lido. Mit illustren Gästen wie z.B. Micha Ebeling, Jacinta Nandi und Bumillo.
28. Oktober 2012
15. Oktober 2012
12. Oktober 2012
Text: Langweilig Teil 5
Langweilig 5 – Die Rückkehr der langweilige Sieben
Fortsetzung von
Langweilig Teil 1, 2, 2 ½, 3 und 4. Thematisch knüpft auch Langweilig Teil 5 an
die vorangegangenen Teile an. Die langweiligen Sieben kommen übrigens gar nicht
vor, weder in diesem Text noch in einem Text davor.
„Roman! Oder: Die Abschaffung der Gegenwart. Schon
passiert. Und jetzt, am allerbesten, endlos klaglos und direkt...“
Rainald
Goetz
Ich gehe in einen
Buchladen, ich möchte mir von Thomas Bernhard das Buch „Auslöschung“ kaufen,
aber leider gibt es in der Buchhandlung kein einziges Buch von Thomas Bernhard,
überhaupt scheint es in dieser so genannten Buchhandlung überhaupt gar keine
Bücher mehr zu geben, sondern nur Geschenkartikel, Postkarten und Kalender mit
Katzenbabys, Hundebabys, Hamsterbabys und nackten Eishockeynationalspielerinnen
drauf. Ich gehe zu einen der Buchverkäufer hin und frage, ob sie hier nicht
doch irgendwo dieses hervorragende Buch von Thomas Bernhard vorrätig hätten,
aber der naturgemäß vollkommen stumpfsinnige Buchverkäufer schaut mich nur aus
traurigen Augen traurig an:
„Mhh, Thomas Bernhard“,
sagt er.
„Auslöschung“, sage ich.
„Mhh, Auslöschung“, sagt
er.
„Genau“, sage ich.
„Mhh, nein“, sagt er.
„Schlecht“, sage ich.
„Mhh, schlecht“, sagt er.
Da springt mir auf einmal
doch ein Buch ins Gesicht, also jetzt metaphorisch gemeint, es heißt: „Neukölln
ist überall“.
Das wäre ja furchtbar,
wenn jetzt überall Neukölln wäre, denke ich, und überall diese
stoffbeutelschwenkenden, Club-Mate trinkenden und solche kleinen Verbrechermützen
tragenden Hipster rumlaufen würden. Obwohl, denke ich und nehme einen Schluck
Club Mate, die ich immer in meinem Stoffbeutel dabeihabe. Auf dem Stoffbeutel
steht: „Adolf Hipster.“ Aber dann sehe ich, dass das Buch von dem Neuköllner
Bezirksbürgermeister Heinz Buschkowsky oder Martschinkowsky oder wie der heißt,
geschrieben ist, und dass es da um Integration geht. Und zwar nicht um die
Integration von schwer erziehbaren Hipstern, sondern von so genannten
Problemjugendlichen. Problemjugendliche haben
gar keine Probleme, wie ich ja erst dachte, zum Beispiel, dass sie keinen Job
finden oder diskriminiert werden, nein – laut Heinz Bukowski sind die
Jugendlichen selbst das Problem. Weil sie sich nicht anpassen an den weißen,
heterosexuellen Mainstream und außerdem keine Artikel und Pronomen mehr
sprechen können: ‚Ey, ich fahr jetzt Schönleinstraße, geh dann Rütlischule und
check da Drogen, Alter.’
Naja, jedenfalls liegt in
dieser so genannten Buchhandlung dieses Buch des Neuköllner Thilo-Sarrazin-Verschnitts
rum und ich lese, was da hinten auf dem Buchrücken steht: „Heinz Buschkowsky
spricht unbequeme Wahrheiten aus.“ Allerdings nicht die, dass der seit elf
Jahren regierende Bezirksbürgermeister in diesen elf Jahren nicht geschafft
hat, aus Neukölln das zu machen, was ein paar zugezogene Studenten, Künstler
und schwedische Touristen in sechs Monaten geschafft haben: Ein nettes,
bürgerliches Viertel mit dreihundert Biobäckereien, netten Cafés und
überteuerten Mieten.
Heinz Buschkowsky
auslöschen, denke ich, Auslöschung, Zerfall, Destruktion, Untergang, aus! Weg
mit diesen Das-muss-mal-gesagt-werden-Arschlöchern!
Naturgemäß völlig
erschöpft von diesen ganzen Gedanken, verlasse ich die so genannte Buchhandlung
und laufe die Friedrichstraße hinunter. Direkt vor dem U-Bahnhof sehe ich einen
Zeitungsaboandreher, der bewegungslos hinter seinem Zeitungsstand hängt. Eine
Zeitung, denke ich, das wäre jetzt etwas. Und ein Abo bräuchte ich auch
dringend. Ich gehe also zu dem Zeitungsaboandreher hin und sage ihm, dass ich
gerne ein Probeabo abschließen würde.
Er schaut mich überrascht
an. „Das ist noch nie passiert.“ Er hält kurz inne. „Aber nein.“
„Was nein?“
„Sie bekommen kein
Probeabo von mir.“
„Warum?“
„Weil ich keine Lust
habe.“
Ich schaue ihn ungläubig
an.
„Sie können jetzt gehen. Ich gebe Ihnen heute kein Probeabo!“
„Ich will aber sofort ein
Probeabo, das ist mein gutes Recht.“
„Nein“, ruft der
Probeaboandreher. „Ich mag sie nicht.“
In diesem Moment kommt
mein Freund Vin Diesel auf seinem Motorrad angefahren, auf seiner Schulter ruht
eine Panzerfaust, mit der er den Zeitungsstand samt Probeaboandreher in die
Luft sprengt.
„Vin“, rufe ich, „du
kommst genau im richtigen Augenblick.“
„Das ist mein Job“, sagt
Vin, „Auslöschung.“
„Lieber Leser“, spreche
ich den Leser dieses Textes persönlich an. „Das sind die schönen Momente im
Leben einer fiktionalen Figur, wenn es der Autor möchte, wird man von seiner
Qual sofort erlöst.“
„Ist dieses
Leseransprechen das Pendant zum in die Kamera-Schauen beim Film und damit den
Zuschauer direkt ansprechen?“, fragt Vin, setzt sich seine Hornbrille auf und
streicht sich sein kariertes Cordjacket zurecht. Dann schaut er sich im
Rückspiegel seines Motorrads an und bleckt die Zähne. „Eine Vin-Vin-Situation“,
sagt er zu seinem Spiegelbild.
Vin Diesel hat wirklich
einen ganz eigenen Humor, denke ich. Wir schlendern weiter die Friedrichstraße
hinunter und stehen plötzlich in Neukölln.
„Das ist ja seltsam“, sage
ich.
Wir nehmen die S-Bahn zum
Alexanderplatz, aber als wir aussteigen stehen wir auf dem Hermannplatz. Wir
fahren nach Marzahn, aber auch da ist Neukölln.
„Neukölln ist überall“,
sage ich, „Heinz Buschkowsky hat doch recht.“
9. Oktober 2012
3. Oktober 2012
Finale 2012
Das war schön gestern beim Finale! Herzlichen Glückwunsch an den Gewinner Paul Weigl! Und voll voll war's auch:
28. September 2012
Kreuzberg Slam Finale
Schon wieder Oktober - und wie letztes Jahr findet auch diesen Herbst wieder das Kreuzberg Slam Finale im Astra Kulturhaus statt. Das ist zwar dann schon Friedrichshain, aber trotzdem nur ein Sprung über die schöne Spree entfernt. Und es passen ganz viele Leute rein.
Was passiert? Alle GewinnerInnen des Slams seit letzten November treten gegeneinander an. Das wird gut. Sehr gut. Mit dabei sind etwa Julian Heun, Tilman Birr, Sarah Bosetti und Florian Cieslik. Moderieren werden Marc-Uwe und ich. Und am nächsten Tag kann man sogar ausschlafen, weil da war doch was mit David Hasselhoff vor 22 Jahren.
Karten gibt's ab 19 Uhr an der Abendkasse.
Revaler Straße 99
U+S Warschauer Straße
Beginn: 20.30 Uhr
Einlass: 19 Uhr
26. September 2012
23. September 2012
Buchpremiere
Man kann es zwar schon seit ein paar Tage kaufen, aber ohne so eine echte Buchpremieren-Lesung ist ein Buch noch nicht richtig da. Deswegen feiern wir am 25. September endlich die Release von "Lost in Gentrification", der Anthologie zum aktuellen Trend-Thema. Yeah.
Es lesen: Tilman Birr, Uli Hannemann, Maik Y., Frank Klötgen, Kirsten Fuchs, Heiko Werning, Volker Surmann und ich.
25.9., 20 Uhr
Karl-Marx-Straße 141
5 €
20. September 2012
Prinzessinnengarten
Gentrification in progress. Jetzt soll vielleicht auch der wunderschöne Prinzessinnengarten am Moritzplatz Investoren weichen. Einer meiner Lieblingsplätze diesen Sommer und inzwischen deutschlandweit bekannt. Dagegen gibt es eine Petition, HIER kann man unterschreiben. Das haben schon viele getan, aber noch nicht genug.
HIER auch ein interessanter Artikel aus der Süddeutschen zur Liegenschaftspolitik in Berlin. Es gibt doch wirklich ein Gesetz, dass beim Verkauf von stadteigenen Grundstücken immer das höchste Gebot genommen werden muss - egal, was der Investor mit dem höchsten Gebot bauen will.
HIER auch ein interessanter Artikel aus der Süddeutschen zur Liegenschaftspolitik in Berlin. Es gibt doch wirklich ein Gesetz, dass beim Verkauf von stadteigenen Grundstücken immer das höchste Gebot genommen werden muss - egal, was der Investor mit dem höchsten Gebot bauen will.
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